Kategorie-Archiv: Ausrüstung

Das Stativ

Fange ich doch einfach mal mit dem wichtigsten an. Wer scharfe Fotos machen will, der braucht ein Stativ. Soweit so gut. Das ist aber nicht der einzige Grund mit einem Stativ zu fotografieren. Auch zur Komposition eines Bildes ist ein Stativ in vielen Situationen  unerlässlich, beziehungsweise führt das Fotografieren mit Stativ zu besseren Ergebnissen.

Aber nach welchen Kriterien wählt man ein „gutes“ Stativ. Punkte wie Handhabung, Stabilität, Verarbeitung und Funktionalität sind für unterschiedliche Situationen nicht immer gleich wichtig. Sicher ist aber, dass es kein Stativ gibt, das jegliche Anforderungen erfüllt. Jeder Fotograf wird seinen Bedürfnissen entsprechend wählen müssen und somit einen Kompromiss eingehen. Im Folgenden beschreibe ich was für mich und meine Wahl wichtig war. Das Stativ weiterlesen

Kaufentscheidung – Canon EF 100-400mm

Seit geraumer Zeit fotografiere ich mit einem EF 70-300mm 1:4-5.6 IS USM und ehrlich gesagt bin ich mit dem Objektiv sehr zufrieden. In den letzten Monaten hätte ich mir bei der Tierfotografie allerdings immer wieder etwas mehr  Brennweite gewünscht. Dabei verwende ich die 300mm ja bereits an meiner Canon EOS 50D und habe somit eine effektive Brennweite von 480mm. Dennoch wollte ich ein neues Objektiv mit 400mm Brennweite anschaffen (gerne auch mehr aber das ist finanziell leider nicht möglich ;)). Nach ausgiebiger Recherche kamen für mich drei Alternativen in Frage:

  1. Canon EF 300mm f/4L IS USM + Canon Extender EF 1.4x III
  2. Canon EF 70-200mm f/2.8L IS II USM + Canon Extender EF 2x III
  3. Canon EF 100-400mm f / 4.5-5.6L IS USM

In diesem Artikel beschreibe ich wieso ich mich für das CANON EF-Objektiv 100-400mm f / 4.5-5.6L IS USM entschieden habe. Kaufentscheidung – Canon EF 100-400mm weiterlesen

Zwischenring Canon EF 12 II

Es gibt manche Bereiche der Fotografie die mich mehr interessieren und Andere für die ich mich bisher noch nicht interessiere. Doch oft, wenn ich Fotos von anderen Fotografen sehe, frage ich mich wie und mit welcher Ausrüstung die Fotos wohl gemacht worden. Gerade Makroaufnahmen scheinen mir interessant, da diese Aufnahmen Dinge zeigen die dem menschlichen Auge verborgen bleiben. Außer einem Makroobjektiv gibt es auch noch weiteres Zubehör wie Balgengeräte, Nahlinsen und Zwischenringe, welches mir ermöglicht ein Objekt in einem größeren Abbildungsmaßstab abzulichten. Nachdem ich etwas über die verschiedenen Möglichkeiten recherchiert habe und ich mir zurzeit kein Makroobjektiv kaufen möchte, habe ich mich entschieden Zubehör zu testen. Jetzt hatte ich die Möglichkeiten einen Zwischenring Canon EF 12 II auszuprobieren. Die Frage die ich mir gestellt habe war, wie groß der „gefühlte“ Unterschied mit und ohne Zwischenring ist. Dafür habe ich meine EOS 50D mit dem EF 50mm f/1.8 II und EF 12 II genutzt. Die Fotos sind aus der Hand mit ISO400 Blende4 fotografiert. Das erste Bild habe ich ohne Zwischenring gemacht. Dazu habe ich mit dem Autofokus fokussiert und bin immer dicht heran bis der Autofokus nicht mehr fokussieren konnte. dann habe ich manuell fokussiert.

Beim nächsten Foto habe ich dann zum Fotografieren den Zwischenring genutzt. Der Zwischenring wird einfach zwischen Objektiv und Kamera angeschlossen. Von Canon gibt es zwei unterschiedliche Zwischenringe. Die „12“ in der Typenbezeichnung beim EF 12  II gibt den zusätzlichen Abstand von 12mm zwischen Objektiv und Sensor an. Bei gleichem Abstand konnte der Autofokus nicht scharfstellen, sondern ich musste erst einen Abstandsbereich ermitteln, ab dem die Kamera mit Objektiv und Zwischenring arbeiten kann. Innerhalb dieses Bereiches bin ich dann aber genauso wie ohne Zwischenring immer dichter an das Objekt.

Beide Bilder zeigen somit mehr oder weniger den maximalen Abbildungsmaßstab. Ich bin erstaunt welchen Unterschied der Ring macht und zufrieden mit dem Ergebnis. Diese Aufnahmen haben mich überzeugt, so dass ich mich dann entschieden habe den „Naturtest“ durchzuführen und ich bin in den Wald. Im Herbst boten sich natürlich die vielen kleinen Pilze auf dem Waldboden an.

Was habe ich an diesem Tag gelernt?

Die optische Qualität scheint bei meinen ersten Aufnahmen hervorragend, was in der Theorie ja auch so sein sollte, da durch den einfachen Aufbau ohne optisches Element es  auch keine Beeinträchtigungen geben sollte. Der Zwischenring ist eine einfache und kostengünstige Lösung die ich an allen meinen Objektiven nutzen kann. Außerdem ist es nicht möglich auf unendlich zu fokussieren und der Bereich in dem ich Scharfstellen konnte war manchmal sehr gering und somit war das Fotografieren etwas umständlich. Ich bin sicher, dass ich mit einem Makroobjektiv eine bessere Abbildungsleistung erhalte und die Handhabung einfacher ist, aber ein Zwischenring ist meiner Meinung nach eine brauchbare Alternative für den Hobbyfotografen.

Gruß Karsten

Ausrüstung Reisestativ

In meinem Artikel Foto Locations – Shanghai habe ich ja schon angedeutet das ich euch noch etwas zu der Entstehung bzw. zu meiner verwendeten Ausrüstung schreiben werde. Vor der Reise nach Shanghai habe ich noch schnell auf dem Flughafen ein kleines Reisestativ – Magnesit Copter von Cullmann –  gekauft (ja am Flughafen & ohne Testberichte zu lesen).

Wenn ich auf Reisen bin habe ich immer mein Canon EF-S 15-85mm IS USM dabei. An einer Crop Kamera ist das für mich der ideale Reisebegleiter. Auch auf Reisen möchte ich nicht auf die Eine oder Andere Aufnahme bei Nacht verzichten und Motive erscheinen mir immer dann besonders reizvoll wenn ich kein Stativ zum Fotografieren dabei habe. Erhöhen der ISO Werten ist ja nur bedingt möglich wenn ich ein starkes Bildrauschen vermeiden möchte. Wird die ISO-Empfindlichkeit verdoppelt, halbiert sich die Belichtungszeit bei gleicher Blende; 1/30 bei ISO100 1/60 bei ISO200 und 1/125 bei ISO400.

Natürlich ersetzt das kleine Ding nicht mein eigentliches Stativ, aber anstatt einem Packmaß von 67cm und 2,2kg trage ich dann eben auch nur komfortable 22cm und 250g mit mir herum. Es ist sehr angenehm und da der Platzbedarf sehr gering ist kann ich es in jede kleine Tasche oder Jacke stopfen.

(Das Bild habe ich mit meinem Mobiltelefon gemacht. Ich brauche eine zweite Kamera…) Wie auf dem Bild zu sehen handelt es sich um ein einfach kleines Dreibein (Aluminium). Wenn man das Stativ in der Hand hat macht es einen sehr wertigen und stabilen Eindruck. Das Stativ kann mit einem kleinen Kugelkopf im Set zusammen gekauft werden. In Shanghai habe ich das Stativ natürlich gleich ausprobiert. Der mitgelieferte Kugelkopf kommt mit einer ausgewachsenen Spiegelreflexkamera aber an seine Grenzen. Mit meinem Teleobjektiv ist die Gewichtskraft einfach zu hoch und der Kopf gibt langsam nach. Das EF-S 15-85mm IS USM mit der EOS 50D klappt aber noch ganz gut. Wenn man aber nicht aufpasst und den Kopf nicht schön fest zieht kann es aber auch schon passieren, dass die Kamera etwas verrutscht.

Mit etwas Übung klappt es aber dann immer besser. Trotzdem benutze ich das Stativ jetzt häufig auch mit meinem Kugelkopf Giottos MH 7000. Natürlich wiegt der Kopf mehr als das Stativ aber trotzdem ist die Kombination für mich jetzt sehr gut.

Was habe ich an diesem Tag/Nacht gelernt?

Im Internet hätte ich das Stativ sicherlich 5€ günstiger bekommen als am Flughafen, aber hätte dann auch auf ein Stativ verzichten müssen. Auch in den Wochen nach der ersten Reise hat sich das Stativ als ständiger Begleiter bewährt und ich kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Oft benutze ich es auch um „schnell“ ein Bild in Bodentiefe zu machen. Was ich mit meinem Standard-Stativ auch tun kann, aber es eben doch etwas umständlicher ist. Die Ergebnisse sind nicht immer perfekt, aber ich bin für solche „Schnappschüsse“ auf Reisen durchaus zufrieden.

 

Erfahrungsbericht Canon SX210 Teil 2

Mittlerweile sind knapp 3 Monate vergangen und die ersten ca. 1000 Bilder in verschiedensten Situationen sind geschossen – mit für mich überraschend tollen Ergebnissen.

Die Kamera selbst macht auf mich nicht zuletzt durch ihr Metallgehäuse einen sehr robusten Eindruck und zeigte bisher keinerlei mechanische Schwächen. Nach Einschalten ist sie in ca. 3 Sekunden Einsatzbereit – Schnappschussgarantie. Tagsüber nutze ich häufig den Automatikmodus und bin mit den allermeisten Bildern was Farbtreue, Fokus und Schärfe angeht sehr zufrieden. Allerlei Zusatzfunktionen wie Miniatur- oder Fischaugeneffekt erwiesen sich, wie erwartet, als nettes Gimmick für den Ein oder Anderen Schnappschuss – im Alltag sind sie für mich jedoch überflüssig. Welches Feature ich jedoch nicht mehr missen möchte ist die Lächelerkennung: Kamera aufgestellt (oder mit dem Gorillapod um einen Pfahl gewickelt) und zurechtgerückt, alle Mann auf Position, „Lächeln“ -> automatische Auslösung, Klasse. Der Bildstabilisator erweist sich als Segen – alle meine Vorgängerkameras hatten diese Funktion nicht und dementsprechend oft kamen verwackelte Bilder dabei heraus.

Nach ausgiebigem Testen der Kamera, sei es mit Gegenlicht, bei Nacht oder bewegten Objekten fasziniert mich die Fotografie in der Dämmerung bzw. bei Dunkelheit bisher am meisten. Die Canon hat neben all den Effektfunktionen die eingangs beschriebene Möglichkeit, sowohl die Blende als auch die Belichtungszeit getrennt voneinander einzustellen als auch den Fokus manuell zu setzen. Nicht das ich zuvor gewusst hätte was es damit auf sich hätte doch nun sind dies Funktionen für meinen Alltag unerlässlich. Grob gesagt bedeutet die Öffnung der Blende wie viel Licht auf den Sensor gelangt. Zusammen mit einer entsprechenden langen Belichtungszeit finde ich die Ergebnisse bei Nacht schon sehr ansprechend.

Das Freewareprogramm Autostitch erwies sich als genialer Helfer um auf die Schnelle ein Panorama zu erstellen.

Der Automatikmodus arbeitet tagsüber für mein Empfinden einwandfrei.

Auch Aufnahmen im Nahbereich gelingen mir zunehmend besser.

Was ich bisher festgestellt habe:

Ich fühle mich mehr und mehr vertraut mit den Einstellungen was der benötigten Einstellungszeit pro Foto zu Gute kommt. Nach wirklich eingehender Beschäftigung mit der Cam und ihren Funktionen kann ich in etwa abschätzen welche Einstellungen (Belichtungszeit, Blende oder doch Automatik?) zu dem gewünschten Ergebnis führen. Allerdings habe ich  zusammen mit einem Bekannten und seiner digitalen Spiegelreflexkamera auch ihre Grenzen ausgelotet. Bei sehr dunkler Kulisse und zunehmendem Zoom treten selbst bei maximaler (bei der Canon 15s) Belichtungszeit die Grenzen des Objektivs sowie des Sensor in Form von Rauschen und Unschärfe zum Vorschein. Im Vergleich zur großen Kamera benötige ich stets eine längere Belichtungszeit für das selbe Motiv, was der mangelnden Lichtstärke des verbauten Objektivs zugeschrieben werden kann. Auch der trennscharfe Fokusbereich – ein Objekt ist gestochen scharf und davor sowie dahinter verschwimmt alles extrem – einer großen Kamera fehlt.

Über diese Dinge kann ich definitiv hinwegsehen – denn für die Funktionen einer digitalen Spiegelreflexkamera benötigt man eben ein solche. Ich habe eine kleine kompakte Digitalkamera gefunden mit der richtigen Mischung aus Größe, Gewicht, optischem Zoom und nicht zuletzt dem richtigen Preis-/Leistungsverhältnis. Für meinen Zweck war es die richtige Kaufentscheidung und würde die Canon SX210 als Allround-Schnappschuss-Kamera absolut weiterempfehlen.