Vogelfotografie – Stockenten – Tick, Trick und Track

Vogelfotografie muss nicht schwer sein, denn es gibt immer geduldige „Fotomodelle“… Tick, Trick und Track haben sich mir zur Verfügung gestellt:

Spaß beiseite. Ich meine, dass das persönliche empfinden eines Bildes dadurch verfälscht wird wie vertraut man mit der Tierart ist. Ein Bild von einem Vogel den es in Deutschland nicht gibt, bekommt oft viel positivere Bewertungen als ein Bild von einer Stockente, die auf jedem See zu sehen ist. Trotzdem kann man auch sehr viel Spaß beim Fotografieren von Stockenten haben.

Stockenten zu fotografieren bietet viele Vorteile. Die Enten sind mit Hunden, Kindern, Fahrrädern, Autos, Flugzeugen und Musik sehr vertraut und außerdem sind sie nahezu auf jedem deutschen Gewässer anzutreffen. Eine Fluchtdistanz existiert eigentlich nicht beziehungsweise liegt unter 1m. Oft sind die Tiere sogar neugierig und kommen auf mich zu geschwommen. Der kleine See an dem ich meine Bilder gemacht habe, ist für mich mit dem Fahrrad zu erreichen, so dass ich schnell und spontan dort sein kann. Das hat den Vorteil das ich das Gebiet oft zu verschiedenen Tageszeiten und bei unterschiedlichen Wetter besuchen und beobachten kann.

Die Fotos die jetzt in der tier-welt zu sehen sind, sind am frühen Abend entstanden:

Was habe ich an diesem Tag gelernt?

Außerhalb eines Natruschutzgebietes komme ich dichter an die Tiere und selbst mit einer kürzeren Brennweite gelingen gute Fotos. Um so schneller das Fotogebiet zu erreichen ist, desto leichter ist es das Gebiet häufig zu besuchen. Daher ist die Wahrscheinlichkeit größer ein gutes Bild zu machen. Geduld wird belohnt.

Vogelfotografie – Der Storch

Anders als bei Pflanzen, fliegen Vögel einfach davon wenn man ihnen zu nahe kommt. Ich musste also lernen, das wenn ich Vögel fotografieren möchte, ich oft nicht die Möglichkeit habe ein paar Testaufnahmen zu machen, die Kamera auf dem Stativ ordentlich auszurichten, die Position oder die Belichtung nach den eigenen Vorstellungen zu verändern und zu warten bis die Sonne wieder hinter den Wolken hervorkommt. Stattdessen muss ich oft schnell reagieren und habe oft nur wenige Sekunden für den richtigen Moment.

Glücklicherweise gibt es in meiner näheren Umgebung ein Feuchtbiotop in dem viele Störche und Graureiher leben. Dadurch ist mein Anfahrtsweg kurz und ich habe die maximale Zeit zum Fotografieren zur Verfügung. Dort habe ich versucht mich den Vögeln zu nähern. Da ich maximal nur eine 300mm Brennweite zur Verfügung habe muss ich ganz schön nah ran. Auch wenn ich im Internet lese, das die Fluchtdistanz bei Störchen gering ist und teilweise unter 50m liegt, schaffe ich es selten näher als 100m an die Vögel heranzukommen. Zusätzlich ist die Bewegungsfreiheit ja auch dadurch eingeschränkt, dass ich mich in einem Naturschutzgebiet bewege und deswegen nur auf den vorgesehenen Wegen bleibe.

Obwohl ich das Gebiet jetzt schon mehrmals besucht habe konnte ich noch keine richtig guten Fotos machen.

Naja, beim Wegfliegen ergibt sich hier und da die Möglichkeit, da die Vögel dann etwas dichter an mir vorbeifliegen. Allerdings muss man seine Kamera gut kennen um gegebenenfalls schnell Einstellungen zu verändern.

Was habe ich an den vielen Tagen gelernt?

Um das perfekte Bild zu bekommen besuche den Ort mehrmals. Optimiere den Standort, aber bewege dich auf den Wegen im Naturschutzgebiet. Eine Brennweite von 400mm an einem APS-C Sensor erleichtert die Vogelfotografie sehr. Beim Fotografieren gibt es viele Faktoren die ich nicht beeinflussen kann und die Vögel fliegen weg. Und darum brauche ich dafür sehr, sehr viel Geduld.