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Wischtechnik

Im Internet finde ich diverse unterschiedliche Bilder und Beschreibungen zu dem Thema Fotografie und Wischtechnik. Letztes Jahr habe ich ja bereits einige Bilder zum Thema „Mitziehtechnik“ oder auch „Mitzieher“ gezeigt. Dabei geht es darum, die Kamera auf ein bewegtes Motiv zu fokussieren und die Bewegung mitzuziehen. Dabei wird der Hintergrund dann verwischt und das Motiv bleibt scharf. Mittels diverser Bildbearbeitungsprogramme könnte ich auch durch verwischen des Hintergrundes einen ähnliche Effekt erzielen.

Im Herbst habe dann auch mal eine andere Art der Wischtechnik probiert. Hierbei wird ein statisches Motiv fokussiert und die Kamera bei einer Belichtungszeit die gerade noch zu halten ist wenige Zentimeter horizontal oder auch vertikal bewegt (gezogen). Bei dieser Methode bleibt nichts mehr scharf aber das Bild sieht ein wenig wie gemalt aus.

Weihnachten – Blende Teil 2

Neben der Blende ist die Belichtungszeit die zweite Größe die den Lichteinfall auf den Sensor regelt. Erhöhe ich also die Blendenzahl und verkleinere die Lichtmenge die auf den Sensor fällt, muss ich die Belichtungszeit erhöhen um weiterhin die gleiche Belichtung des Bildes zu bekommen. Die Blendenöffnung hat dann aber auch gestalterischen Einfluss auf das Bild. Vielleicht habt ihr im Weihnachtsbaum die funkelnden Lichter gesehen. Die Blende eines Objektives besteht aus Lamellen die sich übereinander schieben. Die Öffnung ist nicht rund sondern hat Ecken und an diesen Ecken wird das Licht gebrochen. Dieser Effekt wird je nach Öffnung stark ausgebildet. Bei offener Blende ist kaum etwas zu sehen. Als Beispiel habe ich 4 Aufnahmen gemacht.

 

Die Auswirkung des gebrochenen Lichts nenne ich – Sterneffekt – dieser nimmt mit kleinerer Blendenöffnung also größer Blendezahl stetig zu, bis bei Blende 22 die Lichtquellen wunderschöne Spitzlichter zeigen wie funkelnde Sterne.

Die Schärfentiefe ist ein weiterer Effekt den ich über die Blende steuern kann. Die Schärfentiefe ist der Raum um den Punkt den man scharf gestellt hat, der noch scharf abgebildet werden kann. Das ist gar nicht so leicht mit der Theorie:

  • Je größer die Blendenzahl ist, desto größer der Raum der Schärfentiefe.
  • Je kleiner die Blendenzahl ist, desto kleiner der Raum der Schärfentiefe.

Dazu habe ich drei weitere Aufnahmen gemacht.

 

Die beiden ersten Bilder sind mit Blende 4 gemacht und der Schärfentiefe Bereich ist gering, so dass die jeweils nur eines der beiden Ornamente scharf abgebildet wird. Der richtige Einsatz des Schärfeverlaufs führt bei gleichen Bildausschnitt zu ganz unterschiedlichsten Bildern und Bildaussagen und ist daher ein sehr wichtiges Element zur Bildgestaltung in der Fotografie. Die dritte Aufnahme ist dann allerdings mit Blende 22 gemacht und hier sieht man dann, beide Weihnachtsbaumkugeln scharf. Geringe Tiefenschärfe wird zusätzlich durch das Verwenden von langen Brennweiten erreicht.

FOTO HITS – Magazin für Fotografie und Bildbearbeitung

Immer wieder wenn ich vor dem Zeitungsregal am Kiosk stehe, schaue ich durch die vielen verschiedenen Zeitschriften die sich mit dem Thema Fotografie beschäftigen. Allerdings empfinde ich 6,90€ oder 8,90€ als zu viel Geld und ich lasse das Heft lieber im Regal stehen. Anfangs habe ich trotzdem die eine oder Andere Zeitschrift gekauft. Dann aber bin ich auf das Magazin FOTO HITS gestoßen und habe beim ersten Kauf gedacht: „naja, das kann nicht viel sein für 2,50€„. Heute ist es die einzige Fotozeitschrift die ich regelmäßig kaufe. Der Inhalt ist für mich gut aufbereitet und wendet sich oft an den Anfänger und es werden Grundlagen wie Blende oder ISO Werte erklärt. Genauso oft ist der Inhalt an den fortgeschrittenen Amateur gerichtet. In jedem Heft gibt es es Neuheiten im Test, Fotowettbewerbe, und seit kurzem gibt es auch ein „Howdunit“ (Wie hat sie/er das gemacht?), ein making of eben ;). Zusätzlich arbeitet Foto Hits mit Pearl zusammen und in jedem Heft hat der Leser die Möglichkeit einen Artikel von Pearl stark reduziert oder gegen Versandkostenpauschale zu bestellen. Im Heft 12/2011 liegt mal wieder eine CD bei und man hat die Möglichkeit eine Vollversion von DxO Optics Pro 5 Elite kostenlos zu registrieren. Für mich ist das absolute Spitze, da ich so unterschiedliche Software testen kann, die ich mir ansonsten nie kaufen würde. Mein Fazit: Super Preis-Leitungsverhältnis und ich verstehe nicht wie ein solcher Preis überhaupt möglich ist… aber wahrscheinlich liegt es auch daran das FOTO Hits „seit dem 3. Quartal 2008 ununterbrochen Deutschlands meistverkaufte dedizierte Fotozeitschrift ist“ Dr. Martin Knapp – Chefredakteur Ausgabe 12/2011 Seite 5.

Zwischenring Canon EF 12 II

Es gibt manche Bereiche der Fotografie die mich mehr interessieren und Andere für die ich mich bisher noch nicht interessiere. Doch oft, wenn ich Fotos von anderen Fotografen sehe, frage ich mich wie und mit welcher Ausrüstung die Fotos wohl gemacht worden. Gerade Makroaufnahmen scheinen mir interessant, da diese Aufnahmen Dinge zeigen die dem menschlichen Auge verborgen bleiben. Außer einem Makroobjektiv gibt es auch noch weiteres Zubehör wie Balgengeräte, Nahlinsen und Zwischenringe, welches mir ermöglicht ein Objekt in einem größeren Abbildungsmaßstab abzulichten. Nachdem ich etwas über die verschiedenen Möglichkeiten recherchiert habe und ich mir zurzeit kein Makroobjektiv kaufen möchte, habe ich mich entschieden Zubehör zu testen. Jetzt hatte ich die Möglichkeiten einen Zwischenring Canon EF 12 II auszuprobieren. Die Frage die ich mir gestellt habe war, wie groß der „gefühlte“ Unterschied mit und ohne Zwischenring ist. Dafür habe ich meine EOS 50D mit dem EF 50mm f/1.8 II und EF 12 II genutzt. Die Fotos sind aus der Hand mit ISO400 Blende4 fotografiert. Das erste Bild habe ich ohne Zwischenring gemacht. Dazu habe ich mit dem Autofokus fokussiert und bin immer dicht heran bis der Autofokus nicht mehr fokussieren konnte. dann habe ich manuell fokussiert.

Beim nächsten Foto habe ich dann zum Fotografieren den Zwischenring genutzt. Der Zwischenring wird einfach zwischen Objektiv und Kamera angeschlossen. Von Canon gibt es zwei unterschiedliche Zwischenringe. Die „12“ in der Typenbezeichnung beim EF 12  II gibt den zusätzlichen Abstand von 12mm zwischen Objektiv und Sensor an. Bei gleichem Abstand konnte der Autofokus nicht scharfstellen, sondern ich musste erst einen Abstandsbereich ermitteln, ab dem die Kamera mit Objektiv und Zwischenring arbeiten kann. Innerhalb dieses Bereiches bin ich dann aber genauso wie ohne Zwischenring immer dichter an das Objekt.

Beide Bilder zeigen somit mehr oder weniger den maximalen Abbildungsmaßstab. Ich bin erstaunt welchen Unterschied der Ring macht und zufrieden mit dem Ergebnis. Diese Aufnahmen haben mich überzeugt, so dass ich mich dann entschieden habe den „Naturtest“ durchzuführen und ich bin in den Wald. Im Herbst boten sich natürlich die vielen kleinen Pilze auf dem Waldboden an.

Was habe ich an diesem Tag gelernt?

Die optische Qualität scheint bei meinen ersten Aufnahmen hervorragend, was in der Theorie ja auch so sein sollte, da durch den einfachen Aufbau ohne optisches Element es  auch keine Beeinträchtigungen geben sollte. Der Zwischenring ist eine einfache und kostengünstige Lösung die ich an allen meinen Objektiven nutzen kann. Außerdem ist es nicht möglich auf unendlich zu fokussieren und der Bereich in dem ich Scharfstellen konnte war manchmal sehr gering und somit war das Fotografieren etwas umständlich. Ich bin sicher, dass ich mit einem Makroobjektiv eine bessere Abbildungsleistung erhalte und die Handhabung einfacher ist, aber ein Zwischenring ist meiner Meinung nach eine brauchbare Alternative für den Hobbyfotografen.

Gruß Karsten

Blaustich – Weißabgleich

Grundsätzlich möchte ich das meine Bilder das wiedergeben was ich auch mit meinen Augen gesehen habe. Da ich meiner Kamera EOS 50D vertraue… beschränkt sich meine Bildbearbeitung meistens auf ein paar einfache kleine Schritte. Ich reduziere in den meisten Fällen die Bearbeitung auf Unscharf maskieren, Lichter abdunkeln, Tiefen aufhellen. Falls notwendig oder für eine bessere Bildwirkung beschneide ich das Bild und für das Web muss das Foto natürlich skaliert werden.

Vor einigen Wochen habe ich im Naturfotografen Forum dann auch mein erstes Bild eingestellt:

Dort habe ich sofort sehr hilfreiche Kommentare erhalten. Also wenn ihr schnell eine Rückmeldung zu einem Bild haben wollt, kann ich das Forum sehr empfehlen. Ein Kommentar hat mich allerdings sehr überrascht, weil es hieß „…der leichte Blaustich…“. Und das war etwas, was ich zu diesem Zeitpunkt nicht gesehen habe. Eigentlich war ich etwas stolz auf mein Bild. „Meine Kamera macht doch gute Bilder. Was für ein Blaustich.“ dachte ich. Beim erneuten Blick war der Blaustich allerdings deutlich zu sehen.

Mit Photoshop habe ich dann die Farbtemperatur etwas erhöht und somit meinen Weißabgleich manuell verbessert. Tatsächlich entspricht das Bild jetzt viel mehr dem was ich vor Ort gesehen habe und wirkt auch viel natürlicher.

War schon ein paar Tage nicht mehr bei meinen Enten am See, muss unbedingt mal wieder dorthin.

Bilderverwaltung – Photoshop Elements

Einer der großen Vorteile der digitalen Fotografie für den Fotografen ist, dass man die Bilder anschauen kann ohne diese entwickeln zu müssen. Außerdem ist die Anzahl der Bilder nur durch die Größe der Speicherkarte beschränkt und nicht wie früher durch den eingelegten Film. Daraus resultierend kann man heute mit einer DSLR so viel ausprobieren und Bilder machen wie man möchte, ohne dass zusätzlich Kosten entstehen (Anschaffungs- und Abnutzungskosten bleiben natürlich immer).

Jetzt stellt sich natürlich die Frage was ich mit den ganzen Bildern mache? Ich meine wie finde ich jemals ein Bild wieder? In einem Jahr habe ich ungefähr 6000 Fotos aufgenommen. Zuerst habe ich versucht irgendwie eine Orderstruktur aufzubauen die es mir ermöglichen würde die Bilder in Ordner abzulegen. Aber immer wieder hätte ich ein Bild gerne in zwei, drei oder auch vier verschiedene Ordner gelegt. Eigentlich ohne lange zu recherchieren habe ich dann Photoshop Elements 8.0 gekauft. Da ich ja manchmal auch die Bilder bearbeiten wollte, schien mir das eine gute Kombination von Bilderverwaltung und Bildbearbeitungsprogramm.

Mit Adobe Photoshop Elements 8.0 habe ich die Möglichkeit Alben, Kategorien, Unterkategorien und Stichworttags anzulegen. Zusätzlich kann ich jedes Bild mit einem Bildtitel versehen. Ein Bild kann mehrere Tags wie zum Beispiel: Reisen, Asien, Singapur, EBV und Architektur tragen. Außerdem ist das Bild noch mit einem Bildtitel versehen wie im Beispiel mit Marina Bay Sands. Jetzt kann ich ein Bild schnell über einen Suchbegriff finden oder eine Auswahl von Bildern über das jeweilige Tags angezeigt bekommen.

Mit einer Ordnerstruktur hätte ich ohne weiteres Reisen, Asien, und Singapur abbilden können. Architektur oder EBV wären aber übergreifende Tags, da ich ja auch Architekturbilder in Deutschland gemacht haben könnte. Also hätte ich das Bild duplizieren oder in einen anderen Ordner verlinken müssen.

Ich sehe für mich den schnellen Zugriff auf Bilder mittels Tags und Suchen als großen Vorteil einer Bildverwaltung. Außerdem gibt es viele Automatiken (Gesichtserkennung) die helfen, die Bilder schnell und einfach zu Sortieren und später wieder zu finden.