Schlagwort-Archiv: fotografieren

März 2012

Wieder ist ein Monat vergangen und leider war ich wieder nur selten in der Natur zum Fotografieren. Noch vor einem Jahr bin ich oft einfach mal kurz los und habe ein paar Bilder „geknipst“. Heute verbringe ich oft Stunden in denen ich einfach durch die Natur wandere um eine bestimmte Blume oder ein Tier zu suchen. Deswegen nimmt mein Hobby jetzt immer gleich einige Stunden in Anspruch und dafür finde ich einfach nicht die Zeit. Daher habe ich mich entschieden meine Kamera jetzt einfach viel öfter bei mir zu tragen, um wieder öfters die Gelegenheit des glücklichen Momentes zu nutzen. Häufig, früh am Morgen auf dem Weg zur Arbeit denke ich „wow hättest du doch jetzt deine Kamera dabei“ und damit ich diese Momente nutzen kann, nehme ich jetzt meine Kamera auf diversen Autofahrten mit. Meine März Bilder sind genauso am Morgen auf dem Weg zur Arbeit entstanden. Mehr oder weniger am Straßenrand saßen zwei Nilgänse. Also Auto rechts ran und Kamera aus dem Kofferraum geholt und los ging es. Natürlich wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, mich richtig in den Dreck gelegt hätte und mein Stativ genutzt hätte, hätte ich ein besseres Resultat erzielen können. Aber besser „ein Foto“ und etwas Spaß als „kein Foto“…

Ein weiteres Bild findet gibt es in der tier-welt.

Februar 2012

Im Februar gab es sehr viele schöne Tage und eine lange Zeit in der das Thermometer nicht über -3° C stieg. Leider ist kein Schnee gefallen und damit gab es keine wunderbaren Schneelandschaften. Kristallstrukturen gefrorener Seen hätte ich fotografieren können… diese Möglichkeit habe ich allerdings nicht genutzt. Die wenigen Male die es mich nach draußen zog wollte ich mein neues Objektiv testen. Für einen Erfahrungsbericht über das Canon EF 100-400mm f / 4.5-5.6L IS USM reicht es noch nicht, aber so viel sei gesagt: „Ich bin begeistert!“. Mehrmals konnte ich erfolgreich ein Blässhuhn ablichten. Die restlichen Bilder findet ihr in der tier-welt.

Vogelfotografie – Mäusebussard

Der Januar ist vorbei und das Wetter war nicht gerade sehr verlockend. Es hat viel geregnet, es gab nur wenige Tage mit etwas Sonnenschein und Schnee gab es auch nicht. Eigentlich wollte ich an dem Tag als die Fotos von dem Mäusebussard entstanden sind gar nicht fotografieren gehen, aber auf dem Weg zur Tankstelle saß er nun einmal dort am Straßenrand. Also nachdem das Auto getankt war bin ich schnell nachhause um meine Ausrüstung zu holen und zum Glück saß der Bussard immer noch dort. Unterwegs mit meinem Canon EF 70-300mm f/4-5.6 USM IS bin ich aus dem Auto ausgestiegen und habe mich versucht dem Mäusebussard zu nähern. Doch eigentlich wollte er sich nicht „fotografieren“ lassen. Es schien als sei die Fluchtdistanz zu groß als das ich mit meinem 300mm ein gutes Foto machen könnte. Und somit hatte ich keine Chance mich dem Vogel zu Fuß zu nähern. Mehrmals hat er seine Position im Revier gewechselt. Offensichtlich ließ er sich aber nicht von vorbeifahrenden Autos stören. Also habe ich mich wieder in mein Auto gesetzt und habe mich auf der Straße meinem Ziel genähert. Jetzt war die Limitation nicht mehr die Fluchtdistanz, sondern wie dicht der Bussard sich an die Straße setzen würde. Seitdem habe ich dort viele Stunden verbracht, aber leider konnte ich den Bussard nicht wieder antreffen. Einige won den Bildern sind jetzt in der tier-welt zu sehen.

Was habe ich an diesem Tag gelernt?

Ich denke eine Brennweite von 400mm an einem APS-C Sensor hätte mir das Fotografieren erleichtert. Beim Fotografieren gibt es viele Faktoren die ich nicht beeinflussen kann und die Vögel fliegen weg. Ein Auto kann als „Tarnzelt“ dienen.

Eine Stadt fotografieren – Stadtbilder

Vor etwas längerer Zeit habe ich zusammen mit dem Artikel „Foto Locations – Shanghai“ einige Bilder von Shanghai bei Nacht in der stadt-welt veröffentlicht. Nun ist es sicherlich so, dass ein großer Teil der Fotos die Shanghai zeigen auch die Sykline Shanghais des Stadtteils Pudong abbilden. Entweder bei schönem blauen Himmel oder dann wenn die Stadt sich herausgeputzt hat und hell erleuchtet ist. Zu der zweiten Sorte gehören meine bisher in der stadt-welt gezeigten Bilder. Aber was kann ich tun damit sich meine Fotos von denen vielen Tausend Fotos unterscheiden die täglich in Shanghai oder von anderen Sehenswürdigkeiten auf der Welt gemacht werden? Eine Stadt fotografieren – Stadtbilder weiterlesen

Making of Picture – fließendes Wasser

Heute gibt es ein Making of Picture – fließendes Wasser. Wie ich in meinem Artikel Geduld, Planung & Glück beschrieben habe, existiert idealerweise eine Foto Idee in meinem Kopf, ich kenne die Location und habe die Möglichkeit bei richtigen Lichtverhältnissen an der Location zu sein um ein gutes Foto zu machen. Making of Picture – fließendes Wasser weiterlesen

Weihnachten – Blende Teil 2

Neben der Blende ist die Belichtungszeit die zweite Größe die den Lichteinfall auf den Sensor regelt. Erhöhe ich also die Blendenzahl und verkleinere die Lichtmenge die auf den Sensor fällt, muss ich die Belichtungszeit erhöhen um weiterhin die gleiche Belichtung des Bildes zu bekommen. Die Blendenöffnung hat dann aber auch gestalterischen Einfluss auf das Bild. Vielleicht habt ihr im Weihnachtsbaum die funkelnden Lichter gesehen. Die Blende eines Objektives besteht aus Lamellen die sich übereinander schieben. Die Öffnung ist nicht rund sondern hat Ecken und an diesen Ecken wird das Licht gebrochen. Dieser Effekt wird je nach Öffnung stark ausgebildet. Bei offener Blende ist kaum etwas zu sehen. Als Beispiel habe ich 4 Aufnahmen gemacht.

 

Die Auswirkung des gebrochenen Lichts nenne ich – Sterneffekt – dieser nimmt mit kleinerer Blendenöffnung also größer Blendezahl stetig zu, bis bei Blende 22 die Lichtquellen wunderschöne Spitzlichter zeigen wie funkelnde Sterne.

Die Schärfentiefe ist ein weiterer Effekt den ich über die Blende steuern kann. Die Schärfentiefe ist der Raum um den Punkt den man scharf gestellt hat, der noch scharf abgebildet werden kann. Das ist gar nicht so leicht mit der Theorie:

  • Je größer die Blendenzahl ist, desto größer der Raum der Schärfentiefe.
  • Je kleiner die Blendenzahl ist, desto kleiner der Raum der Schärfentiefe.

Dazu habe ich drei weitere Aufnahmen gemacht.

 

Die beiden ersten Bilder sind mit Blende 4 gemacht und der Schärfentiefe Bereich ist gering, so dass die jeweils nur eines der beiden Ornamente scharf abgebildet wird. Der richtige Einsatz des Schärfeverlaufs führt bei gleichen Bildausschnitt zu ganz unterschiedlichsten Bildern und Bildaussagen und ist daher ein sehr wichtiges Element zur Bildgestaltung in der Fotografie. Die dritte Aufnahme ist dann allerdings mit Blende 22 gemacht und hier sieht man dann, beide Weihnachtsbaumkugeln scharf. Geringe Tiefenschärfe wird zusätzlich durch das Verwenden von langen Brennweiten erreicht.