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Eine Stadt fotografieren – Stadtbilder

Vor etwas längerer Zeit habe ich zusammen mit dem Artikel „Foto Locations – Shanghai“ einige Bilder von Shanghai bei Nacht in der stadt-welt veröffentlicht. Nun ist es sicherlich so, dass ein großer Teil der Fotos die Shanghai zeigen auch die Sykline Shanghais des Stadtteils Pudong abbilden. Entweder bei schönem blauen Himmel oder dann wenn die Stadt sich herausgeputzt hat und hell erleuchtet ist. Zu der zweiten Sorte gehören meine bisher in der stadt-welt gezeigten Bilder. Aber was kann ich tun damit sich meine Fotos von denen vielen Tausend Fotos unterscheiden die täglich in Shanghai oder von anderen Sehenswürdigkeiten auf der Welt gemacht werden? Eine Stadt fotografieren – Stadtbilder weiterlesen

Ausrüstung Reisestativ

In meinem Artikel Foto Locations – Shanghai habe ich ja schon angedeutet das ich euch noch etwas zu der Entstehung bzw. zu meiner verwendeten Ausrüstung schreiben werde. Vor der Reise nach Shanghai habe ich noch schnell auf dem Flughafen ein kleines Reisestativ – Magnesit Copter von Cullmann –  gekauft (ja am Flughafen & ohne Testberichte zu lesen).

Wenn ich auf Reisen bin habe ich immer mein Canon EF-S 15-85mm IS USM dabei. An einer Crop Kamera ist das für mich der ideale Reisebegleiter. Auch auf Reisen möchte ich nicht auf die Eine oder Andere Aufnahme bei Nacht verzichten und Motive erscheinen mir immer dann besonders reizvoll wenn ich kein Stativ zum Fotografieren dabei habe. Erhöhen der ISO Werten ist ja nur bedingt möglich wenn ich ein starkes Bildrauschen vermeiden möchte. Wird die ISO-Empfindlichkeit verdoppelt, halbiert sich die Belichtungszeit bei gleicher Blende; 1/30 bei ISO100 1/60 bei ISO200 und 1/125 bei ISO400.

Natürlich ersetzt das kleine Ding nicht mein eigentliches Stativ, aber anstatt einem Packmaß von 67cm und 2,2kg trage ich dann eben auch nur komfortable 22cm und 250g mit mir herum. Es ist sehr angenehm und da der Platzbedarf sehr gering ist kann ich es in jede kleine Tasche oder Jacke stopfen.

(Das Bild habe ich mit meinem Mobiltelefon gemacht. Ich brauche eine zweite Kamera…) Wie auf dem Bild zu sehen handelt es sich um ein einfach kleines Dreibein (Aluminium). Wenn man das Stativ in der Hand hat macht es einen sehr wertigen und stabilen Eindruck. Das Stativ kann mit einem kleinen Kugelkopf im Set zusammen gekauft werden. In Shanghai habe ich das Stativ natürlich gleich ausprobiert. Der mitgelieferte Kugelkopf kommt mit einer ausgewachsenen Spiegelreflexkamera aber an seine Grenzen. Mit meinem Teleobjektiv ist die Gewichtskraft einfach zu hoch und der Kopf gibt langsam nach. Das EF-S 15-85mm IS USM mit der EOS 50D klappt aber noch ganz gut. Wenn man aber nicht aufpasst und den Kopf nicht schön fest zieht kann es aber auch schon passieren, dass die Kamera etwas verrutscht.

Mit etwas Übung klappt es aber dann immer besser. Trotzdem benutze ich das Stativ jetzt häufig auch mit meinem Kugelkopf Giottos MH 7000. Natürlich wiegt der Kopf mehr als das Stativ aber trotzdem ist die Kombination für mich jetzt sehr gut.

Was habe ich an diesem Tag/Nacht gelernt?

Im Internet hätte ich das Stativ sicherlich 5€ günstiger bekommen als am Flughafen, aber hätte dann auch auf ein Stativ verzichten müssen. Auch in den Wochen nach der ersten Reise hat sich das Stativ als ständiger Begleiter bewährt und ich kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Oft benutze ich es auch um „schnell“ ein Bild in Bodentiefe zu machen. Was ich mit meinem Standard-Stativ auch tun kann, aber es eben doch etwas umständlicher ist. Die Ergebnisse sind nicht immer perfekt, aber ich bin für solche „Schnappschüsse“ auf Reisen durchaus zufrieden.

 

Erfahrungsbericht Canon SX210 Teil 2

Mittlerweile sind knapp 3 Monate vergangen und die ersten ca. 1000 Bilder in verschiedensten Situationen sind geschossen – mit für mich überraschend tollen Ergebnissen.

Die Kamera selbst macht auf mich nicht zuletzt durch ihr Metallgehäuse einen sehr robusten Eindruck und zeigte bisher keinerlei mechanische Schwächen. Nach Einschalten ist sie in ca. 3 Sekunden Einsatzbereit – Schnappschussgarantie. Tagsüber nutze ich häufig den Automatikmodus und bin mit den allermeisten Bildern was Farbtreue, Fokus und Schärfe angeht sehr zufrieden. Allerlei Zusatzfunktionen wie Miniatur- oder Fischaugeneffekt erwiesen sich, wie erwartet, als nettes Gimmick für den Ein oder Anderen Schnappschuss – im Alltag sind sie für mich jedoch überflüssig. Welches Feature ich jedoch nicht mehr missen möchte ist die Lächelerkennung: Kamera aufgestellt (oder mit dem Gorillapod um einen Pfahl gewickelt) und zurechtgerückt, alle Mann auf Position, „Lächeln“ -> automatische Auslösung, Klasse. Der Bildstabilisator erweist sich als Segen – alle meine Vorgängerkameras hatten diese Funktion nicht und dementsprechend oft kamen verwackelte Bilder dabei heraus.

Nach ausgiebigem Testen der Kamera, sei es mit Gegenlicht, bei Nacht oder bewegten Objekten fasziniert mich die Fotografie in der Dämmerung bzw. bei Dunkelheit bisher am meisten. Die Canon hat neben all den Effektfunktionen die eingangs beschriebene Möglichkeit, sowohl die Blende als auch die Belichtungszeit getrennt voneinander einzustellen als auch den Fokus manuell zu setzen. Nicht das ich zuvor gewusst hätte was es damit auf sich hätte doch nun sind dies Funktionen für meinen Alltag unerlässlich. Grob gesagt bedeutet die Öffnung der Blende wie viel Licht auf den Sensor gelangt. Zusammen mit einer entsprechenden langen Belichtungszeit finde ich die Ergebnisse bei Nacht schon sehr ansprechend.

Das Freewareprogramm Autostitch erwies sich als genialer Helfer um auf die Schnelle ein Panorama zu erstellen.

Der Automatikmodus arbeitet tagsüber für mein Empfinden einwandfrei.

Auch Aufnahmen im Nahbereich gelingen mir zunehmend besser.

Was ich bisher festgestellt habe:

Ich fühle mich mehr und mehr vertraut mit den Einstellungen was der benötigten Einstellungszeit pro Foto zu Gute kommt. Nach wirklich eingehender Beschäftigung mit der Cam und ihren Funktionen kann ich in etwa abschätzen welche Einstellungen (Belichtungszeit, Blende oder doch Automatik?) zu dem gewünschten Ergebnis führen. Allerdings habe ich  zusammen mit einem Bekannten und seiner digitalen Spiegelreflexkamera auch ihre Grenzen ausgelotet. Bei sehr dunkler Kulisse und zunehmendem Zoom treten selbst bei maximaler (bei der Canon 15s) Belichtungszeit die Grenzen des Objektivs sowie des Sensor in Form von Rauschen und Unschärfe zum Vorschein. Im Vergleich zur großen Kamera benötige ich stets eine längere Belichtungszeit für das selbe Motiv, was der mangelnden Lichtstärke des verbauten Objektivs zugeschrieben werden kann. Auch der trennscharfe Fokusbereich – ein Objekt ist gestochen scharf und davor sowie dahinter verschwimmt alles extrem – einer großen Kamera fehlt.

Über diese Dinge kann ich definitiv hinwegsehen – denn für die Funktionen einer digitalen Spiegelreflexkamera benötigt man eben ein solche. Ich habe eine kleine kompakte Digitalkamera gefunden mit der richtigen Mischung aus Größe, Gewicht, optischem Zoom und nicht zuletzt dem richtigen Preis-/Leistungsverhältnis. Für meinen Zweck war es die richtige Kaufentscheidung und würde die Canon SX210 als Allround-Schnappschuss-Kamera absolut weiterempfehlen.

Foto Locations – Shanghai

Vor einiger Zeit habe ich die stadt-welt eröffnet. Jetzt wird es Zeit das ich diese auch mit ein paar Bildern fülle. Bei meinem letzten Besuch in Shanghai hatte ich die Möglichkeit ein paar Fotos zu machen.

Durch Shanghai fließt der Huangpu-Fluss und die beiden Flussufer sind die gegensätzlichsten die ich je gesehen habe. Auf der einen Seite – Pudong – ein Stadtteil der erst seit 20 Jahren erschlossen wurde, aber heute eine der markantesten Skylines der Welt zeigt.

Auf der anderen Seite der Bund, eine Uferpromade mit Kolonialbauten aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts.

Zur Dämmerung befinden sich Scharren von Touristen am Bund Ufer und es ist nicht ideal zum Fotografieren. Darum empfehle ich als Foto Location das Hyatt Hotel. Dort gibt es eine Skylounge „Vue Bar“. Die Fotos sind mit einem kleinem Reisestativ und meiner Canon EOS 50D entstanden. Das Stativ werde ich in einem meiner nächsten Beiträge vorstellen.