Vogelfotografie – Der Storch

Anders als bei Pflanzen, fliegen Vögel einfach davon wenn man ihnen zu nahe kommt. Ich musste also lernen, das wenn ich Vögel fotografieren möchte, ich oft nicht die Möglichkeit habe ein paar Testaufnahmen zu machen, die Kamera auf dem Stativ ordentlich auszurichten, die Position oder die Belichtung nach den eigenen Vorstellungen zu verändern und zu warten bis die Sonne wieder hinter den Wolken hervorkommt. Stattdessen muss ich oft schnell reagieren und habe oft nur wenige Sekunden für den richtigen Moment.

Glücklicherweise gibt es in meiner näheren Umgebung ein Feuchtbiotop in dem viele Störche und Graureiher leben. Dadurch ist mein Anfahrtsweg kurz und ich habe die maximale Zeit zum Fotografieren zur Verfügung. Dort habe ich versucht mich den Vögeln zu nähern. Da ich maximal nur eine 300mm Brennweite zur Verfügung habe muss ich ganz schön nah ran. Auch wenn ich im Internet lese, das die Fluchtdistanz bei Störchen gering ist und teilweise unter 50m liegt, schaffe ich es selten näher als 100m an die Vögel heranzukommen. Zusätzlich ist die Bewegungsfreiheit ja auch dadurch eingeschränkt, dass ich mich in einem Naturschutzgebiet bewege und deswegen nur auf den vorgesehenen Wegen bleibe.

Obwohl ich das Gebiet jetzt schon mehrmals besucht habe konnte ich noch keine richtig guten Fotos machen.

img_5041_bearbeitet-1

Naja, beim Wegfliegen ergibt sich hier und da die Möglichkeit, da die Vögel dann etwas dichter an mir vorbeifliegen. Allerdings muss man seine Kamera gut kennen um gegebenenfalls schnell Einstellungen zu verändern.

Weißstorch (Ciconia ciconia)

Was habe ich an den vielen Tagen gelernt?

Um das perfekte Bild zu bekommen besuche den Ort mehrmals. Optimiere den Standort, aber bewege dich auf den Wegen im Naturschutzgebiet. Eine Brennweite von 400mm an einem APS-C Sensor erleichtert die Vogelfotografie sehr. Beim Fotografieren gibt es viele Faktoren die ich nicht beeinflussen kann und die Vögel fliegen weg. Und darum brauche ich dafür sehr, sehr viel Geduld.

Making of Picture – Libelle

In dem Artikel “tier-welt” habe ich angedeutet, dass ich vielleicht mal zeigen werde wie die Libellen Bilder entstanden sind. Inspiriert von dem “Making of Picture” Beitrag im DSLR-Forum hier ein Arbeitsfoto von mir.
Ende Mai an einem sonnigen Tag in der Mittagssonne war es eine nette Erfrischung in diesem kleinen Bach zu stehen. Fotografiert habe ich mit meiner EOS 50D + EF 70-300mm 1:4-5.6 IS USM. Idealerweise sollten Bilder entstehen, bei dem die Libelle so gut wie möglich freigestellt wird. Deswegen habe ich die Blende weit geöffnet und mit einer langen Brennweite fotografiert. Außerdem habe ich mein Stativ im Wasser positioniert und ein alleinstehendes Blatt ausgesucht. Dann habe ich den Fokus voreingestellt und gewartet dass ich eine Libelle vor die Linse bekomme. Nur leider habe ich Minuten lang da gestanden und nicht eine Libelle hat sich auf das Blatt gesetzt. Relativ schnell habe ich die Geduld verloren und habe ohne Stativ weiterfotografiert, da ich dann schneller auf eine neue Libelle ausrichten konnte. Dafür war dann allerdings der Hintergrund nicht immer perfekt. Sicherlich hat die Mittagsonne starke Schatten und Kontraste erzeugt, aber trotzdem bin ich mit dem Resultat zufrieden (Bild 5)

 

Making of Libelle

Was habe ich an diesem Tag gelernt?

  • Um das perfekte Bild zu bekommen besuche den Ort mehrmals. Optimiere den Standort und die Uhrzeit (Sonneneinfall) zu der du an dem Ort bist und sei geduldig.
  • Dann bin ich ein zweites Mal an den Bach und dabei ist der Rest der Serie entstanden. Zumindestens das Licht ist etwas wärmer (Bild 1-4, 6).