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Zwischenring Canon EF 12 II

Es gibt manche Bereiche der Fotografie die mich mehr interessieren und Andere für die ich mich bisher noch nicht interessiere. Doch oft, wenn ich Fotos von anderen Fotografen sehe, frage ich mich wie und mit welcher Ausrüstung die Fotos wohl gemacht worden. Gerade Makroaufnahmen scheinen mir interessant, da diese Aufnahmen Dinge zeigen die dem menschlichen Auge verborgen bleiben. Außer einem Makroobjektiv gibt es auch noch weiteres Zubehör wie Balgengeräte, Nahlinsen und Zwischenringe, welches mir ermöglicht ein Objekt in einem größeren Abbildungsmaßstab abzulichten. Nachdem ich etwas über die verschiedenen Möglichkeiten recherchiert habe und ich mir zurzeit kein Makroobjektiv kaufen möchte, habe ich mich entschieden Zubehör zu testen. Jetzt hatte ich die Möglichkeiten einen Zwischenring Canon EF 12 II auszuprobieren. Die Frage die ich mir gestellt habe war, wie groß der „gefühlte“ Unterschied mit und ohne Zwischenring ist. Dafür habe ich meine EOS 50D mit dem EF 50mm f/1.8 II und EF 12 II genutzt. Die Fotos sind aus der Hand mit ISO400 Blende4 fotografiert. Das erste Bild habe ich ohne Zwischenring gemacht. Dazu habe ich mit dem Autofokus fokussiert und bin immer dicht heran bis der Autofokus nicht mehr fokussieren konnte. dann habe ich manuell fokussiert.

Beim nächsten Foto habe ich dann zum Fotografieren den Zwischenring genutzt. Der Zwischenring wird einfach zwischen Objektiv und Kamera angeschlossen. Von Canon gibt es zwei unterschiedliche Zwischenringe. Die „12“ in der Typenbezeichnung beim EF 12  II gibt den zusätzlichen Abstand von 12mm zwischen Objektiv und Sensor an. Bei gleichem Abstand konnte der Autofokus nicht scharfstellen, sondern ich musste erst einen Abstandsbereich ermitteln, ab dem die Kamera mit Objektiv und Zwischenring arbeiten kann. Innerhalb dieses Bereiches bin ich dann aber genauso wie ohne Zwischenring immer dichter an das Objekt.

Beide Bilder zeigen somit mehr oder weniger den maximalen Abbildungsmaßstab. Ich bin erstaunt welchen Unterschied der Ring macht und zufrieden mit dem Ergebnis. Diese Aufnahmen haben mich überzeugt, so dass ich mich dann entschieden habe den „Naturtest“ durchzuführen und ich bin in den Wald. Im Herbst boten sich natürlich die vielen kleinen Pilze auf dem Waldboden an.

Was habe ich an diesem Tag gelernt?

Die optische Qualität scheint bei meinen ersten Aufnahmen hervorragend, was in der Theorie ja auch so sein sollte, da durch den einfachen Aufbau ohne optisches Element es  auch keine Beeinträchtigungen geben sollte. Der Zwischenring ist eine einfache und kostengünstige Lösung die ich an allen meinen Objektiven nutzen kann. Außerdem ist es nicht möglich auf unendlich zu fokussieren und der Bereich in dem ich Scharfstellen konnte war manchmal sehr gering und somit war das Fotografieren etwas umständlich. Ich bin sicher, dass ich mit einem Makroobjektiv eine bessere Abbildungsleistung erhalte und die Handhabung einfacher ist, aber ein Zwischenring ist meiner Meinung nach eine brauchbare Alternative für den Hobbyfotografen.

Gruß Karsten

Herbstwald

Der Sommer 2011 ist vorbei und ich habe meine letzten Sommerbilder in die pflanzen-welt und landschaft-welt eingestellt.

Am Wochenende hatte ich endlich die Möglichkeit eine kleine Herbstwanderung durchzuführen. Da ich endlich wieder ein paar Bilder machen wollte bin ich samt meiner Fotoausrüstung in meinen Lieblingswald. Das hat den Vorteil, dass ich die Location kenne und ich meine Zeit nicht mit „Location-Scouting“ verbringe. Versteht mich nicht falsch, ich bin gerne in der Natur, aber an diesem Tag sollten auch ein paar schöne Naturfotos dabei herauskommen. Und ich wollte nicht stundenlang durch den Wald rennen bis ich vielleicht ein Gutes Motiv gefunden habe oder vielleicht auch nicht. Nachdem es anfänglich doch sehr bedeckt war, saß ich auf einer Bank mit meinem Fernglas und habe ein paar Enten und Gänse beobachtet. Ich wollte gerade etwas ungeduldig (frustriert) aufbrechen, um ein paar Blätter, Pilze, Baumrinden oder Sonstiges fotografieren zu gehen, als die Sonne doch noch hervorkam. Dann bot sich mir ein herrliches Farbenspektakel, ich möchte es fast eine Farbenexplosion nennen.

Bereits in älteren Beiträgen habe ich vom DSLR-Forum und dem Beitrag „Nature Photography Making of Picture of the Day“ berichtet. Für gewöhnlich werden viele Naturlandschaften mit kurzen Brennweiten, sehr weitwinklig und oft sogar als Panorama aufgenommen. Stephan Amm zeigt im hier zum Beispiel ein solches Panorama. Immer wieder werden in dem Beitrag auch Landschaftsaufnahmen gezeigt die mit einem langem Tele gemacht werden (oder hier oder hier von Benjamin Fuchs).

Leider ist mein Canon EF 70-300mm f 4-5.6 IS USM zur Reparatur und ich hatte ja auch so meine Bedenken ob Landschaftsaufnahmen mit dem Tele wirklich gut möglich sind. Trotzdem wollte ich die unterschiedliche Wirkung ausprobieren und habe zumindest mit 85mm fotografiert. Wenn ich das Teleobjektiv vor dem nächsten Wochenende zurück bekomme versuche ich auch noch damit ein paar Fotos zu machen.

Die ganze Serie von dem Tag findet ihr in der landschaft-welt. Was habe ich an diesem Tag gelernt?

Landschaftsaufnahmen im Telebereich sind für mich durchaus sehr reizvoll. Die schönsten Foto-Locations liegen gleich in der Nachbarschaft, ich muss Sie aber trotzdem erst finden. Selbst an Bekannten Orten benötige ich eine Menge Geduld, um auf den richtigen Moment zu warten.