Erfahrungsbericht Canon SX210 Teil 1

Eine neue Kamera musste her, und zwar eine Kompakte – warum? In der Vergangenheit besaß ich bereits eine der ersten Superkompakten von Sony, eine Cybershot EX-S 100. Die war wirklich klein, kaum dicker als 5 Kreditkarten im eingefahrenen Zustand, dem entsprechend klein war das Objektiv. Dies führte zu herben Einschränkungen was die Benutzung in der Dunkelheit angeht – der kleine Blitz tat sein übriges. Die nächste sollte ein richtiges Kaliber werden, zumindest was die Größe angeht. Und etwas her machen sollte sie auch – also wurde es eine Bridge Kamera. Dies ist eine Kreuzung aus einer kompakten Digitalkamera und einer Spiegelreflex. Das Ergebnis ist ganz ähnlich wie mit Ganzjahresreifen – kann für alle Situation eingesetzt werden… mit überall dem gleichen mäßigen Ergebnis. Nicht falsch verstehen, das Gerät – eine Fuji Finepix 5800 ist bis heute im Einsatz. Auf ein Stativ gesteckt werden mit ihr Standardaufnahmen für eBay geschossen und dies mit durchaus passablem Ergebnis. Auch in der Dunkelheit sind die Ergebnisse um Welten besser als mit der kleinen Sony. Nichtsdestotrotz ist das Gerät fast so groß wie eine digitale Spiegelreflex und daher recht unhandlich. Wenn man schon die Mühen auf sich nimmt das Gewicht mit sich herum zu schleppen möchte man auch dementsprechende Ergebnisse erzielen. Bis auf das große Objektiv der Geräte befinden sich alle anderen technischen Features allerdings gerade so auf Digitalkameraniveau – irgendwo kommt der Preis halt her.

Also, was waren die Anforderungen an das neue Gerät? Auf jeden Fall kompakt sollte es sein. Allerdings nicht auf Kosten der Bildqualität, daher ging der Kurs Richtung Kompromiss. Denn auch ein ordentlicher optischer Zoom sollte integriert sein. Ich wollte eine alltagstaugliche Schnappschusskamera, welche auch für u.U. aufkeimendes Interesse an der Materie noch Potential bietet. Hierfür riet mir Karsten darauf zu achten, dass Blende und Belichtungszeit getrennt voneinander eingestellt werden können sollten.

Ein Ausflug in die ein oder andere Fotocommunity sowie auf die Seite digitalkamera.de brachten mir das 1mal1 der Kamerabewertung im Groben näher. Nach eingängiger Lektüre kam ich den Begriffen Sensorgröße und Brennweite auf die Spur, bemerkte den Unterschied zwischen optischem- und digitalem Zoom und… das Megapixel nicht Alles sind.

Was dort alles angepriesen wurde: Optischer Zoom im Videomodus (ich suche doch einen Fotoapparat), Anzahl möglicher Bilder pro Sekunde (es genügt mir vorerst wenn ein brauchbares Ergebnis herauskommt) oder Auflösung des Displays (sicher wichtig, aber kaufentscheidend?).

Nach und nach verstand ich, dass es im Großen und Ganzen auf die Qualität des Objektivs ankommt. Der verbaute Sensor ist sicherlich wichtig, allerdings ist dies häufig derselbe in einer Kamerapreisklasse und stellt damit kein Entscheidungskriterium dar. Auch der optische Bildstabilisator ist den meisten Geräten einer Preisklasse gemein. Ich verließ mich weiterstgehend auf das Urteil des Fachpersonals von digitalkamera.de. Nach Selektion „Kompaktkamera“, „Allrounder“ sowie Preis/Leistungsverhältnis“ wurden unter anderem die Panasonic Lumix T18 sowie die Canon Powershot SX210 sehr häufig genannt. Beide haben jeweils eine größere Schwester welche, neben geringfügigen anderen Unterschieden, mit einem GPS Sensor ausgestattet sind. Da ich dieses Feature nicht benötige fiel mein Augenmerk auf die genannten Geräte. Nach einigen negativen Erfahrungen in der Vergangenheit mit einem Panasonic Autoradio und bis heute gute Erfahrungen mit Canon Druckern war Meinung zugegebenermaßen nicht mehr ganz objektiv.

Nachdem die Modellwahl eingeschränkt war machte ich einen Ausflug in die einschlägigen Elektronikdiscounter um einen haptischen Eindruck der beiden Geräte zu erhalten. Um es vorweg zu nehmen …. sie gaben sich beide nichts: Saubere Verarbeitung, alle Bedienelemente waren gut zu erreichen. Einzig die Form der Lumix gefiel mir einen Tick besser. Somit stand die Entscheidung weiterhin offen.

Zu „jedem“ Kamerakauf gehört auch immer eine Reihe an Zubehör wie beispielsweise eine passende Tasche oder ein Ersatz Akku. Beim Vergleichen des Zubehörs fiel mir eine unscheinbare, für mich jedoch gewichtige Kleinigkeit auf: Panasonic versieht seine Akkus mit einem Chip, welcher durch die Kamera verifiziert werden muss – ansonsten verweigert sie ihren Dienst. Da bis auf wenige Kleinigkeiten alle technischen Merkmale für mich als Laien gleich waren und ich diese Praktiken schon bei Druckerpatronen gehasst habe fiel meine Entscheidung auf die Canon Powershot SX 210.

Nach knapp vierwöchiger immer mal wiederkehrender Beschäftigung mit dem Thema Digitalkamera ging es nun sehr schnell – gekauft bei Amazon mit passender Gürteltasche, Ersatz Akku (No Name) und 4gb Speicherkarte. Da mir aus der Vergangenheit die Problematik mit verwackelten Bildern im Dunkeln aus leidvoller Erfahrung vertraut ist habe ich gleich einen kleinen Gorillapod (flexibles Ministativ) mitbestellt.

Hier ein erster Schnappschuss:

Gruß Falko

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