Erfahrungsbericht Canon SX210 Teil 2

Mittlerweile sind knapp 3 Monate vergangen und die ersten ca. 1000 Bilder in verschiedensten Situationen sind geschossen – mit für mich überraschend tollen Ergebnissen.

Die Kamera selbst macht auf mich nicht zuletzt durch ihr Metallgehäuse einen sehr robusten Eindruck und zeigte bisher keinerlei mechanische Schwächen. Nach Einschalten ist sie in ca. 3 Sekunden Einsatzbereit – Schnappschussgarantie. Tagsüber nutze ich häufig den Automatikmodus und bin mit den allermeisten Bildern was Farbtreue, Fokus und Schärfe angeht sehr zufrieden. Allerlei Zusatzfunktionen wie Miniatur- oder Fischaugeneffekt erwiesen sich, wie erwartet, als nettes Gimmick für den Ein oder Anderen Schnappschuss – im Alltag sind sie für mich jedoch überflüssig. Welches Feature ich jedoch nicht mehr missen möchte ist die Lächelerkennung: Kamera aufgestellt (oder mit dem Gorillapod um einen Pfahl gewickelt) und zurechtgerückt, alle Mann auf Position, „Lächeln“ -> automatische Auslösung, Klasse. Der Bildstabilisator erweist sich als Segen – alle meine Vorgängerkameras hatten diese Funktion nicht und dementsprechend oft kamen verwackelte Bilder dabei heraus.

Nach ausgiebigem Testen der Kamera, sei es mit Gegenlicht, bei Nacht oder bewegten Objekten fasziniert mich die Fotografie in der Dämmerung bzw. bei Dunkelheit bisher am meisten. Die Canon hat neben all den Effektfunktionen die eingangs beschriebene Möglichkeit, sowohl die Blende als auch die Belichtungszeit getrennt voneinander einzustellen als auch den Fokus manuell zu setzen. Nicht das ich zuvor gewusst hätte was es damit auf sich hätte doch nun sind dies Funktionen für meinen Alltag unerlässlich. Grob gesagt bedeutet die Öffnung der Blende wie viel Licht auf den Sensor gelangt. Zusammen mit einer entsprechenden langen Belichtungszeit finde ich die Ergebnisse bei Nacht schon sehr ansprechend.

Das Freewareprogramm Autostitch erwies sich als genialer Helfer um auf die Schnelle ein Panorama zu erstellen.

Der Automatikmodus arbeitet tagsüber für mein Empfinden einwandfrei.

Auch Aufnahmen im Nahbereich gelingen mir zunehmend besser.

Was ich bisher festgestellt habe:

Ich fühle mich mehr und mehr vertraut mit den Einstellungen was der benötigten Einstellungszeit pro Foto zu Gute kommt. Nach wirklich eingehender Beschäftigung mit der Cam und ihren Funktionen kann ich in etwa abschätzen welche Einstellungen (Belichtungszeit, Blende oder doch Automatik?) zu dem gewünschten Ergebnis führen. Allerdings habe ich  zusammen mit einem Bekannten und seiner digitalen Spiegelreflexkamera auch ihre Grenzen ausgelotet. Bei sehr dunkler Kulisse und zunehmendem Zoom treten selbst bei maximaler (bei der Canon 15s) Belichtungszeit die Grenzen des Objektivs sowie des Sensor in Form von Rauschen und Unschärfe zum Vorschein. Im Vergleich zur großen Kamera benötige ich stets eine längere Belichtungszeit für das selbe Motiv, was der mangelnden Lichtstärke des verbauten Objektivs zugeschrieben werden kann. Auch der trennscharfe Fokusbereich – ein Objekt ist gestochen scharf und davor sowie dahinter verschwimmt alles extrem – einer großen Kamera fehlt.

Über diese Dinge kann ich definitiv hinwegsehen – denn für die Funktionen einer digitalen Spiegelreflexkamera benötigt man eben ein solche. Ich habe eine kleine kompakte Digitalkamera gefunden mit der richtigen Mischung aus Größe, Gewicht, optischem Zoom und nicht zuletzt dem richtigen Preis-/Leistungsverhältnis. Für meinen Zweck war es die richtige Kaufentscheidung und würde die Canon SX210 als Allround-Schnappschuss-Kamera absolut weiterempfehlen.

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